Tischkarten und Lesezeichen selbst drucken
Kleine Papierdetails machen aus einem Essen oder einem Geschenk etwas Besonderes. Tischkarten, Grußkarten und Lesezeichen lassen sich zu Hause ausdrucken und in wenigen Minuten fertigstellen.
Welches Papier passt?
Karten stehen oder liegen besser, wenn das Papier fest ist. Etwa 160 bis 200 g/m² haben sich bewährt, sofern dein Drucker diese Stärke verarbeitet. Das prüfst du in der Anleitung deines Geräts. Für Lesezeichen darf es auch etwas dicker sein. Matte Oberflächen lassen sich leichter mit Stift beschriften.
Tischkarten für die Feier
Eine Tischkarte wird gefaltet und steht dann von selbst. Falze die Linie vorher mit einem stumpfen Gegenstand, damit sie sauber knickt. Beschrifte die Karten mit einem Fineliner oder Füller, bevor du sie aufstellst. Plane ein paar Ersatzkarten ein, falls sich ein Name verschreibt oder ein Gast spontan dazukommt.
Lesezeichen als kleines Geschenk
Lesezeichen sind schnell gemacht und passen in jeden Brief. Schneide sie mit Schere oder Cutter und Lineal aus. Wer mag, locht oben ein Loch und knotet eine Quaste aus Garn an. Mit einer Laminierfolie halten sie länger, die Folie besorgst du dir selbst.
Grußkarten gestalten
Eine gefaltete Karte mit freiem Innenraum lässt Platz für persönliche Worte. Schreibe lieber ein, zwei ehrliche Sätze als eine lange Floskel. Das Muster außen sorgt dafür, dass die Karte nach etwas aussieht, auch wenn die Handschrift nicht perfekt ist.
Muster kombinieren
Bleibe bei einer Farbfamilie oder bei einem Muster in zwei Farbwelten. So wirken Tischkarten, Lesezeichen und Verpackung wie aus einem Guss.
Ein Beispiel: Feier mit zwölf Gästen
Für ein Essen mit zwölf Gästen druckst du zwölf Tischkarten plus zwei Ersatzkarten. Lege die Namen vorher in einer Liste fest und beschrifte alle Karten in einem Zug, dann ist die Schrift einheitlich. Platziere die Karten am Abend vor der Feier, das spart Zeit, wenn die Gäste kommen. Ein Tipp: Setze Menschen, die sich gut verstehen, nicht nebeneinander, sondern gegenüber, dann kommt das Gespräch am Tisch leichter in Gang.
Schneiden mit System
Viele gleiche Karten schneidest du am besten mit einem Cutter, einem Metalllineal und einer Schneidematte. Lege die Matte auf den Tisch, drücke das Lineal fest an und führe die Klinge in einem ruhigen Zug. Mehrere Blätter gleichzeitig zu schneiden spart Zeit, macht die Kanten aber ungenauer. Schneide dann lieber zwei Blätter auf einmal. Achte dabei auf deine Finger und schneide immer vom Körper weg.
Häufige Fehler
- Papier zu dünn: Die Karte kippt um. Nimm festeres Papier oder falte doppelt.
- Beschriften nach dem Falten: Die Schrift verrutscht. Schreibe zuerst, falte danach.
- Tinte läuft: Auf glattem Papier verwischt sie. Teste den Stift vorher auf einem Rest.
- Muster zu unruhig: Bei vielen Karten wirkt eine ruhige Farbwelt besser.
Checkliste
- Anzahl der Karten samt Ersatz geklärt?
- Papier passend zum Drucker gewählt?
- Stifte getestet?
- Falzkanten vorgeritzt?
- Karten am Vorabend aufgestellt?
Mit wenig Aufwand entsteht so ein stimmiges Gesamtbild: gleiche Muster auf Tischkarte, Lesezeichen als Mitgebsel und Verpackung des Gastgeschenks. Die Gäste merken, dass du dir Gedanken gemacht hast, und du hast gleichzeitig weniger Müll als bei Einwegdeko, weil Papier einfach im Altpapier entsorgt werden kann.
Beschriften ohne Verwischen
Gedruckte Tinte kann beim Beschriften verwischen, wenn du zu früh mit nassem Stift darübergehst. Lasse die Karten nach dem Druck etwa eine Stunde liegen, bevor du schreibst. Teste den Stift vorher auf einem Reststück: Manche Filzstifte bluten auf Kartonpapier aus, ein feiner Fineliner bleibt meist sauber. Wenn deine Handschrift dir nicht gefällt, drucke die Namen mit ein, indem du vorher eine Schrift wählst, die zum Anlass passt, und kontrolliere die Schreibweise doppelt.
Kleine Ideen für den Anlass
Bei einer Hochzeit oder Taufe darf es etwas festlicher sein: Lege jedem Gast ein Lesezeichen mit Datum und Dank neben die Tischkarte. Bei einem Kindergeburtstag werden die Tischkarten schnell zum Spiel, wenn Kinder ihren Platz an einem Tiersymbol finden. Für den Schreibtisch oder den Adventskalender sind kleine Karten mit einem Spruch pro Tag eine freundliche Geste. Plane immer ein paar Karten mehr ein, weil beim Schneiden oder Beschriften eine misslingen kann. So musst du am Festtag nichts mehr nachdrucken.
Aufbewahren und verschenken
Lege fertige Karten und Lesezeichen flach in eine Mappe oder einen Briefumschlag, damit sie sich nicht verbiegen. Wer gern verschenkt, hat so immer einen kleinen Vorrat parat: ein Lesezeichen für Gäste, eine Grußkarte für spontane Anlässe. Bewahre sie trocken und lichtgeschützt auf, dann bleiben Farben und Papier lange schön. Eine einfache Schachtel mit Fächern nach Anlass genügt völlig.
Passend dazu
Taschenwerk bietet Tischkarten, Lesezeichen und Grußkarten als PDF zum Selbstausdrucken an, ohne Versand. Zur Startseite von Taschenwerk.
Allgemeine Informationen.