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Geschenktüte falten: Anleitung aus einem Blatt Papier

Eine selbst gefaltete Tüte passt genau zu deinem Geschenk, ob Schmuckstück, Buch oder Selbstgebackenes. Du brauchst nur Papier, Schere und Kleber. Die Schritte sind für fast jede Tütenform gleich.

Papier und Größe wählen

Für kleine Tüten reicht Druckerpapier mit etwa 120 g/m². Je größer die Tüte und je schwerer der Inhalt, desto fester sollte das Papier sein. Prüfe in der Anleitung deines Druckers, welche Papierstärke er verarbeitet. Große Formate lassen sich im Copyshop ausdrucken. Miss dein Geschenk vorher ab und lass oben etwas Platz für den Umschlag.

Drucken und ausschneiden

Drucke in der Einstellung „Tatsächliche Größe“, nicht „An Seite anpassen“, sonst stimmen die Maße nicht. Schneide an den durchgezogenen Linien aus. Gestrichelte Linien sind Falzkanten.

Falzen und kleben

Ritze jede Falzkante vorher mit dem Lineal und einem stumpfen Gegenstand, zum Beispiel einem leeren Kugelschreiber. So werden die Kanten gerade und das Papier bricht nicht. Falte zuerst die Seitenflächen, dann den Boden. Die Klebelasche bekommt Klebestift oder doppelseitiges Klebeband. Drücke die Naht kurz an, bis sie hält.

Stabil und schön

Wenn es nicht klappt

Hängt die Tüte schief, war meist die Falzkante zu ungenau. Falte noch einmal an der Linie nach und drücke die Kanten mit dem Daumen fest. Bei dickem Papier hilft es, die Laschen vor dem Kleben einmal trocken zu falten.

Ein Beispiel: Tüte für ein Buch

Ein Taschenbuch ist etwa 12 Zentimeter breit, 19 Zentimeter hoch und knapp 3 Zentimeter dick. Wähle also eine Tüte, die mindestens so hoch ist, dass das Buch nicht herausragt, und rechne oben noch zwei bis drei Zentimeter für den Umschlag dazu. Ist die Tüte zu breit, rutscht das Geschenk hin und her, ist sie zu schmal, beult sie sich aus. Probiere es vorher mit einem Stück Zeitungspapier aus: Falte es grob zur Tüte, stecke das Geschenk hinein und sieh, ob die Größe passt.

Häufige Fehler

Checkliste vor dem Verschenken

  1. Ausdruck in Originalgröße gemacht?
  2. Alle Falzkanten vorgeritzt und sauber gefaltet?
  3. Naht über die ganze Länge verklebt und kurz angedrückt?
  4. Boden bei schwerem Inhalt verstärkt?
  5. Henkel fest verknotet oder zusätzlich geklebt?

Wenn du mehrere Tüten brauchst, lohnt es sich, gleich einen ganzen Stapel zu drucken und an einem Abend zu falten. Das geht schneller als jede Tüte einzeln, weil du Schere, Lineal und Kleber nur einmal bereitlegen musst. Auch Reste aus dem Zuschnitt lassen sich weiterverwenden, zum Beispiel für Anhänger oder kleine Beschriftungskarten.

Welche Tütenform für welches Geschenk?

Eine schmale, hohe Tüte passt zu Flaschen, Kerzen und Büchern. Eine breite, flache Tüte ist besser für Kleidung, Schals oder ein Spiel. Für Kleinigkeiten wie Schmuck oder Gutscheine genügt eine kleine Tüte mit kurzem Henkel. Wenn du unsicher bist, nimm die Maße des Geschenks, addiere jeweils etwa einen Zentimeter für Luft und wähle die nächstgrößere Vorlage. Ein Geschenk, das lose in der Tüte liegt, sieht nach Aufwand aus, weil es sich sauber herausnehmen lässt. Eingequetschte Geschenke dagegen drücken die Seiten auseinander und lösen die Klebenaht.

Kleine Kniffe für ein gutes Ergebnis

Falze zuerst alle Linien in einer Richtung, dann die in der Gegenrichtung. Das spart Korrekturen. Lege beim Kleben ein Blatt Backpapier unter die Naht, damit nichts am Tisch festklebt. Wenn die Tüte besonders schön werden soll, schneide aus Resten einen Streifen als Verstärkung für die Öffnung zu und klebe ihn innen an. Das gibt Halt und verhindert, dass der Rand einreißt, wenn jemand die Tüte am Henkel anhebt. Und bevor du ein Muster in großer Zahl druckst, mache einen Probedruck auf einfachem Papier, damit Farbe und Größe stimmen.

Passend dazu

Taschenwerk hat dafür Geschenktüten zum Falten in drei Größen und sechs Mustern sowie Faltschachteln. Alles kommt als PDF zum Selbstausdrucken, nichts wird verschickt. Weitere Ideen findest du auf der Startseite von Taschenwerk.

Allgemeine Informationen.

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